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11.05.2013 – Einladung für alle Freunde an Ruhr & Rhein
Im Ratskeller DUISBURG Hamborn ab 14.30
bei Kaffee und Kuchen
Die gesamte Einladung (156 KB)
Mai 2013 - Schlafplätze zum Kirchentag
Wir bieten für die Gäste des Kirchentages folgendes Angebot:
1. Mai Abendessen bis Sonntag, 5. Mai Frühstück
Übernachtung und Frühstück für 99 €
Mit Bad für 119 €
Busshuttle zum Bahnhof Buchholz 20 €
28.04.2013 - Internationale Begegnung in der Antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh
Es war Ende Juli 1944 als in Meensel-Kiezegem, einem Dorf mit 900 Einwohnern in der Nähe von Brüssel, ein Kollaborateur der Faschisten von Widerstandskämpfern erschossen wurde.
Seine Mutter forderte Rache: 100 Geiseln. SS Einheiten und belgische Schwarzhemden rückten ein, durchsuchen die Häuser, Menschen werden verhört und gefoltert. Drei Dorfbewohner werden erschossen, 10 Bewohner, Männer, Frauen und ein Jugendlicher, werden ins Gefängnis nach Löwen gebracht zu weiteren Verhören unter Folter.
Zehn Tage später, am 11. August 1944, wird der Ort von SS-Mannschaften umstellt und alle Zugangswege hermetisch abgeriegelt. 300 SS-Leute und Schwarzhemden rücken ein und durchsuchen Haus für Haus. Ein Bauernhaus wird in Brand gesteckt; der Bewohner verbrennt.
Männer und Frauen werden nach ...Mehr dazu (68 KB - es hat eine kleine Änderung gegeben)
13.04.2013 - Mitgliederversammlung -
Wohn- und Ferienheim „Heideruh “ e. V.
Solidarität mit Christel Wegner
Die Mitgliederversammlung versichert Christel Wegner ihre Solidarität im anstehenden Gerichtsverfahren wegen ihrer Unterschrift unter die Absichtserklärung „Castor schottern“ aus dem Jahr 2010.
Sie hat mit zahlreichen anderen Personen ein Zeichen gegen die unverantwortliche Atompolitik gesetzt.
Wir sind persönlich oder im Geiste am Tag des Gerichtsverfahrens in Lüneburg um ihr solidarisch beizustehen.
Das Verfahren findet am 23. April um 13.30 Uhr am Amtsgericht (Am Ochsenmarkt) in Lüneburg statt.
Beschluss der Mitgliederversammlung
Wohn- und Ferienheim „Heideruh“ e. V.
Die Solidaritäts-Erklärung als PDF (8 KB)
30.03.- 01.04.2013 – Friedensfest Heideruh und OM HH
Liebe Friedensfreunde und Friedensfreundinnen,
nun endlich ist es soweit. Das Programm für das Friedensfest ist zusammengestellt. Wir freuen uns sehr Euch vom 30. März bis zum 1. April ein schönes Programm bieten zu können.
Wir danken allen, die uns dabei unterstützt haben, vor allem den Kulturschaffenden, die sich schnell und solidarisch gefunden haben dieses Heideruher Friedensfest 2013 zu etwas besonderem zu machen.
Lasst es uns auch als Auftakt für die einjährige Vorbereitung für den Ostermarsch Heide 2014 nutzen.
Am folgenden Wochenende erhaltet Ihr die angehängten Dokumente sehr viel schöner gestaltet.
Wer sich jetzt immer noch fragt, was denn aus dem Ostermarsch Heide 2013 geworden ist, lese bitte unsere Erklärung im Anhang.
Ebenso findet Ihr dort unseren Aufruf, den u.a. unterstützt hätten: VVN/BdA Nds, DGB NO Nds, DKP Nds, SDAJ Nds, Terezín Verein Nds
NaturFreunde Deutschlands LV Hamburg, Linksjugend Solid Buchholz, Neues Deutschland, Druckerei und Verlag GmbH.
Dieser Aufruf kann weiterhin Grundlage für einen erfolgreichen, gut und breit vorbereiteten Ostermarsch Heide 2014 sein.
Wir freuen uns über viele die zum Friedensfest kommen, und über diejenigen, die es mit einem längeren Aufenthalt in Heideruh verknüpfen (können).
Mit solidarischen Grüßen
Bea Trampenau
Der Flyerentwurf Friedensfest (224 KB)
Friedensfest – Zeitplan (104 KB)
Ostermarsch HH Flugblatt (696 KB)
Erklärung zum OM Heide (36 KB)
16.03.2013 - Entsprechend unserer Tradition findet am 16. März 2013 der Berliner „Kaffeeklatsch“ statt. Die Einladung dazu (108 KB)
10.03.2013 - Sehr geehrte Heimatforschende und HistorikerInnen,
Am Sonntag, den 10. Februar trafen sich in Heideruh fünf an der Geschichte des Landkreises Interessierte, bzw. Aktive. Es war ein vielfältiger Austausch über eigene Motivationen und Hintergründe der Einzelnen, aber auch über Ideen, die die einzelnen im Kopf haben über Möglichkeiten der Forschung im Landkreis über die Zeit während und nach dem Faschismus. Es war ein gelungenes erstes Treffen, dem ein zweites Folgen soll.
Am Sonntag, den 10. März um 11 Uhr treffen wir uns wieder in Heideruh und freuen uns über weitere Interessierte. Die Einladung dazu (108 KB)
Februar 2013 - Spendenaufruf - Rettet Heideruh
Die Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh existiert seit 1945 und bot stets Verfolgten des Faschismus, ihren Angehörigen und FreundInnen Erholung, einen Ort der Begegnung und der politischen Diskussion.
Es wurde ein idyllischer und einmaliger Ort im Wald in der Lüneburger Heide geschaffen, in dem AntifaschistInnen jeder Generation Kraft schöpfen, viel unternehmen und sich begegnen können. Verstärkt gewinnt Heideruh an Bedeutung im Landkreis Harburg und in der antifaschistischen Jugendarbeit. Die geschichtlichen Ergebnisse des Forschungskollektiv Heideruh wurden in einer Dokumentation und Ausstellung veröffentlicht und z. B. am 27. Januar 2013 durch den Bürgermeister der Stadt Buchholz, Herrn Geiger, eröffnet.
Heideruh hat finanzielle Probleme. Auch wenn seit 2011 der Abwärtstrend gestoppt werden konnte, so fehlen doch noch 600 Übernachtungen pro Jahr um die laufenden und einmaligen Kosten zu decken.
Esther Bejarano und andere WiderstandskämperInnen, Angehörige und junge AktivistInnen gegen Neofaschismus setzen sich dafür ein, dass Heideruh noch lange ein antifaschistischer Ort des Erholens, Erinnerns und der Begegnung bleibt.
Rettet Heideruh!
Jede große und kleine Spende ist willkommen!
Jede Buchung eines Gastes um einen gelungenen Urlaub zu verbringen, jede Buchung einer Gruppe für ein effektives Seminar in schöner Umgebung hilft Gästen, Gruppen und der antifaschistischen Bewegung.
Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V.
Konto: PGA Hamburg
(BLZ 20010020) 254 024 204
Der Spendenaufruf als PDF (212 KB), mit der Bitte um Weiterverbreitung
27. Januar 2013 - Würdigender Tag für Heideruh
Die Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte in der Nordheide durch die Stadt Buchholz gewürdigt
Jährlich veranstaltet die Stadt Buchholz den Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus offensiv durch eine Veranstaltung, die jeweils ein anderer Verein umsetzt. In der Stadtbücherei wurde die Ausstellung ‚Verfolgung und Widerstand’, die die wechselvolle Geschichte Heideruhs darstellt durch den Bürgermeister Wilfried Geiger (parteilos) eröffnet.
130 Gäste kamen – trotz schlechten Wetters und folgten seinen gedenkenden und klar gegen Nationalsozialismus und gegen das Vergessen gerichteten Ausführungen: „Auschwitz ist das furchtbarste Wort, was wir haben! „Unfassbar, wie konnten Menschen tagsüber andere Menschen; Frauen, Kinder erschießen, und abends Goethe lesen und Mozart hören?“ Er erinnerte mahnend, dass die Mordmaschinerie auch Buchholz streifte, Buchholz eine Hochburg der Nazis war und Züge mit KZ-Häftlingen durch Buchholz hindurch fuhren und „die Menschen wussten, was das für Züge waren“. „Auch wenn die NPD in Buchholz letzte Woche nur 1 % der Stimmen erhalten hat, gibt es keinen Grund zum Aufatmen.“ So verweist er auf die Studie ‚Vom Rand zur Mitte’: Mehr dazu (Die gesamte Pressemitteilung)

Auf dem Foto oben, eröffnet Bürgermeister Wilfried Geiger gerade die Ausstellung
Links zu weiteren Fotos.
2. Vom Publikum während der Eröffnung
3. Diese Ausstellung verbindet
4. Von Prof. Rump und seinen Forscherinnen-Team
5. Ein erfolgreicher Tag
6. Die Ausstellung
7. Zur Stärkung beim Kuchenbuffet in Heideruh
Die Dokumentation „Verfolgung und Widerstand“ kann für 5,- € in Heideruh bestellt werden. (ISBN 987-3-00-040914-1)
27. Januar 2013, 11.30 Uhr
in der Stadtbücherei Buchholz
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
„Heideruh: Verfolgung und Widerstand“
Seit 2010 haben Studentinnen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Rump die Geschichte von Heideruh erforscht. Zum Gedenktag zeigt die Stadtbücherei Buchholz die wechselvolle Geschichte von Heideruh (25.01.2013 – 12.02.2013). Nach der Feierstunde mit Ausstellungseröffnung durch den Bürgermeister Wilfried Geiger laden wir zu einem Tag der offenen Tür in Heideruh ein. Wir freuen uns über Gäste aus nah und fern, die diese Ehrung miterleben wollen.
Bei Interesse kommen wir in Eure Stadt um von der einmaligen Geschichte Heideruhs zu berichten.
Der Flyer und die Pressemitteilung der Stadt zum Downladen dazu:
Programm 2013 erschienen
Das Programm für 2013 befindet sich momentan im Druck. Hier könnt ihr es bereits als pdf herunterladen und ausdrucken.
Auch der Belegungsplan für 2013 ist online und kann eingesehen werden. Auch hier findet ihr das Programm bereits integriert.
Wintergrüße aus Heideruh
Der Jahreswechsel steht vor der Tür. Vielleicht wisst Ihr noch nicht, was Ihr machen wollt. Da hätte ich einen Vorschlag: Die Silvesterparty in Heideruh.
Wir bieten zu allererst interessante und sympathische Gäste und ein gut gelauntes Team. Weitere Anziehungspunkte: die Ruhe im Wald ohne Knallerei, vielfältige Musikrichtungen zum Tanzen, ein Nachtbuffet vom Brathering bis zur Soljanka, von Rattatouille bis zum Tofuspieß und Überraschungsgäste.
Wir beginnen mit der Silvesterparty um 19.30 Uhr.
Es wäre schön, wenn Ihr mitteilt, dass Ihr kommt.
Wenn Ihr Lust habt vorher zu kommen oder über Nacht zu bleiben: Es sind noch Zimmer frei!
Winterurlaub in Heideruh
14. Dezember 2012 - 1. Januar 2013
Wanderung: Büsenbachtal, Brunsberg, Barfußpfad
am So. 28. Oktober 2012
Vom Büsenbachtal über den Brunsberg durch die Teufelsschlucht zur antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh, Einkehr zu
Kaffee und Kuchen sowie der Erprobung des dort neu eingerichteten Barfußpfads. Rucksackverpflegung, Länge ca. 16 km
Treffen: Hamburg Hbf um 9.25 Uhr vor dem Reisezentrum, unser Zug fährt 09:38 ab Richtung Bremen; Umstieg in Buchholz (Nordheide) Ri. Hannover, an Büsenbachtal 10:18 Uhr
Bitte anmelden für Kaffee und Kuchen (5 € Person) bis 24.10.12
Leitung: Helene Hohmeier
Erwin Schulz gestorben
Erwin Schulz ist in der Nacht vom 11. zum 12. September für immer eingeschlafen. Erwin hätte am 13. Oktober 2012 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Sein Engagement und seine Lebenserfahrungen sind auch für Heideruh einmalig. So stellte er sich 2012 als Träger unserer erfolgreichen Spendenkampagne zur Verfügung.
Wir zitieren aus dem Nachruf der VVN-BdA Köpenick, deren Ehrenvorsitzender er war:
„Er wurde in Tempelhof - damals noch Kreis Barnim – geboren. Vater war Schlosser, Mutter Blumenbinderin. Er hatte noch eine jüngere Schwester. Die frühe Kindheit war vom Ersten Weltkrieg geprägt, Vater war Soldat, Mutter musste sich alleine mit den Kindern durchschlagen.
Zur Einschulung war Erwin unterernährt. Die Schule machte ihm keinen großen Spaß, Prügel war an der Tagesordnung.
Zum Ende der Schulzeit trat er dem Arbeitersportverein „Fichte“ bei und stärkte seinen Körper bei Freiübungen und an Geräten.
Eine Lehrstelle bekam er nicht und wurde zum besseren „Laufburschen“ im Kaufhaus Jonas. Hier wurde Erwin 1927 Gewerkschaftsmitglied, was bald zur Entlassung und jahrelanger Arbeitslosigkeit führte.
Bei „Fichte“ gab es nicht nur Sport sondern auch Wanderungen, Ausflüge und interessante Abende. So entwickelte der Roman „Im Westen nichts Neues“ Erwins Anti-Kriegshaltung. Er nahm an Demonstrationen und am Kampf gegen den aufkommenden Faschismus teil. Aber auch die Uneinigkeit der Arbeiterparteien erlebte er und musste feststellen, dass die Losung der Kommunisten „Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ schreckliche Wahrheit wurde.
Nach dem Verbot aller Arbeiterorganisationen wurden mit den Freunden zu Hause - als Musikabende getarnt - Flugblätter gegen die Nazis erarbeitet.
Bei einem illegalen Treff wurde Erwin verraten und 1935 verhaftet.
Das Urteil: 5 Jahre Zuchthaus. Zwei Jahre kam er ins Zuchthaus Luckau. Danach musste er bis 1940 in den Emsland-Moorlagern schuften und Drangsalierungen ertragen. Die Freiheit dauerte nur zwei Jahre, dann wurde er in die Strafdivision „999“ eingezogen. 1943 konnte er überlaufen. In der britischen und amerikanischen Gefangenschaft fand er Gleichgesinnte für politische Arbeit.
1947 war er endlich wieder in Berlin. Sein ganzes Sinnen und Trachten galt der Verbreitung der Wahrheit über Krieg und Faschismus und dem Neuaufbau. Anfang der sechziger Jahre begann seine Tätigkeit beim Reisebüro der DDR in Schweden, die er bis zur Rente ausübte.
Natürlich war Erwin nach dem Krieg gleich der Berliner VVN beigetreten. Nach deren Auflösung wirkt er aktiv im Kreiskomitee der antifaschistischen Widerstandskämpfer Köpenick mit und setzte sich für die Entstehung der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche und weiterer Erinnerungen an der antifaschistischen Widerstand ein.
Erwin wurde zum Gesprächspartner für viele Schulklassen und Jugendgruppen.
Seine bescheidene, kameradschaftliche Art imponierte den jungen Leuten.
2005 erhielt er die Bürgermedaille des Stadtbezirks Treptow-Köpenick.
Ein Lehrer sagte mal:
„Bleiben Sie bloß gesund, solche wie Sie brauchen wir dringend!“
Alterseinsamkeit kennt Erwin nicht. Seitdem er nicht mehr so viel unterwegs sein kann, kommen die jungen Leute zu ihm.
Vor mehreren Jahren war seine Frau verstorben. Er lebte allein in seiner Wohnung im Allende-Viertel mit weitem Blick vom 8. Stock aus. Vor einigen Tagen kam er ins Krankenhaus. Er freute sich doch auf den 100. am 13. Oktober. Aber Kräfte und Lebenswille reichten nicht mehr aus.
Lieber Erwin,
wir haben Dir unwahrscheinlich viel zu verdanken. Wir haben Dich geliebt und geachtet! Deine klugen Kommentare zum Hier und Heute, Dein klares Bekenntnis zum Antifaschismus und gegen Nazis und deren Förderer gaben und geben uns Mut und Kraft, immer den richtigen Weg im Denken und auf der Straße zu finden und zu gehen. So wie Du, wollen wir die Erkenntnisse aus dem antifaschistischen Kampf der Jugend weiter geben.“
Veranstaltung zur Mongolei im Heideruh
am 31. August, 19.30 Uhr
Die Mongolei: Romantik – Sozialismus – Globalisierung
Eike Seidel, Mongoleireisender, erzählt über Geschichte und Hintergründe -begleitet von imposanten Bildern aus einem überraschenden Land.
Neues Programm ab August
Ein erweitertes Programm – zum Beispiel das Heideruher Heideblütenfest, mehr Freizeitmöglichkeiten auf dem Gelände – zum Beispiel das Außenschach, mehr Vielfalt in der Versorgung – zum Beispiel die Kaltküche für Selbstversorgende – all das ist Heideruh im „Sommer“ 2012. Wir würden uns freuen, wenn viele von Euch Lust bekommen, zu kommen um Erholung und Begegnung in Heideruh zu genießen.
NEU! Barfußpfad und Freiluft-Schach in Heideruh




Graffitti wird versteigert!
Dieses Graffitti von
Hake aus Bremen – entstanden auf dem Antifaschistischen Jugendcamp in Heideruh – ist meistbietend zu versteigern.

Gebote bis zum 28. Juli 21 Uhr an Heideruh per Email oder per Telefon!
Im August und September
Jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr
Kaffee, Tee und Kuchen für unsere Gäste, für Wandersleut` und Nachbarn.
Spannendes im Juli
Am 6. Juli hat es begonnen: Das internationale SCI-Workcamp in Heideruh.
Neun junge Frauen aus der Ukraine, Spanien, Serbien, Deutschland
und Tschechien und drei junge Männer aus Russland, Ungarn und Deutschland im Alter von 18 bis 22 Jahre bilden sich zur Geschichte der
KZ-Bahn, arbeiten mit dem Auschwitz-Komitee und bauen einen Barfusspfad und einen Generationen-Spielplatz.
In dem Zuge wurde die
Kaltküche mit Selbstversorgungsmöglichkeit eröffnet.
Abschluss bildet das antifaschistische Jugendcamp und abschließen werden wir den
Juli mit unserem alljährlichen Sommerfest.
Wer jetzt denkt: „Das ist ja nur was für die Jugend“, irrt, denn in dieser Zeit finden wichtige Veranstaltungen vor allem zur Erinnerungskultur statt, der Barfusspfad und der Generationen-Spielplatz werden für alle gebaut und eingeweiht. Heute begannen die Außenarbeiten – um einen Eindruck zu bekommen finden sich zwei Fotos im Anhang.
Zu erwähnen ist die vielfältige
Unterstützung. Nennen möchte ich das Auschwitz-Komitee, die Rosa-Luxemburg Stiftung Niedersachsen, die Minna-Fasshauer-Stiftung, die Firma
Holz Herbst, den SpenderInnen für die Jugendarbeit und die vielen ReferentInnen, die fast alle kostenfrei ihre Veranstaltungen anbieten.
Sagt es weiter und kommt vorbei! In Heideruh ist nun noch mehr zu erleben – für den Körper und für die Sinne.
Einladung zum Sommerfest von Heideruh
28. Juli 2012 ab 14 Uhr
20.-24. Juli 2012
Antifaschistisches Jugendcamp
Das zweite Antifaschistische Jugendcamp in der antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh findet statt am
20. - 24. Juli 2012!
Eingeladen sind antifaschistische organisierte und autonome Jugendliche aus dem Landkreis Harburg und der BRD. Es beteiligen sich ebenfalls 12 Jugendliche aus dem Ausland, die am SCI- Workcamp in Heideruh teilnehmen. Sich kennen lernen, vernetzen, diskutieren, in Workshops bewegt und theoretisch lernen und Spaß stehen im Vordergrund. Wir erwarten eine große Beteiligung und haben die Plätze auf 50 Teilnehmende begrenzt. Deswegen: Meldet Euch an!!!
ausführliches Programm
30. Mai 2012
Seminar "Neofaschismus in Deutschland"
Liebe Bildungshungrige,
Vom 6. bis 8. Juni hat Thomas Willms (Bundesgeschäftsführer der VVN-BdA) mit viel Elan und Kreativität das Seminar "Neofaschismus in Deutschland" vorbereitet. Es wird u. a. analysiert, wie neofaschistische Akteure auf Veränderungen in Politik und Gesellschaft reagieren und welche Handlungskonzepte im Kampfe gegen Neofaschismus sinnvoll sind.
Es sind noch Plätze frei. Informiert alle Bildungshungrigen, Neueinsteigenden.
Nähere Infos im Anhang.
Wir freuen uns auf ein wichtiges und auch spaßiges Wochenende.
30. Mai 2012
„Schweigen und Verschweigen - Rassismus, NSU und die Stille im Land.“
Heideruh unterstützt folgende Resolution:
Den rassistischen Konsens brechen
In Anbetracht der beispiellosen Mordserie des NSU und der ebenso beispiellosen Verstrickung von Geheimdienst und Polizei fordern wir echte, schonungslose Aufklärung und politische Konsequenzen. Es braucht endlich Solidarität mit den von Rassismus Betroffenen und von der extremen Rechten Bedrohten.
Die rassistische Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) markiert eine Zäsur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nicht alleine, weil ein neonazistisches Terrornetzwerk mit einem breiten Unterstützer*innenkreis mehr als zehn Jahre lang unentdeckt in Deutschland leben und morden konnte. Sondern auch, weil diese Mordserie erst durch das komplette Versagen der Sicherheits- und Geheimdienste der Länder und des Bundes möglich wurde, und weil dieses
Versagen erst durch rassistische Vorannahmen in der Ermittlungslogik zustande kam. Eine Zäsur auch deshalb, weil eine öffentliche Solidarisierung mit den Opfern und den Hinterbliebenen bislang kaum stattgefunden hat. Diese mangelnde Empathie der Mehrheitsgesellschaft lässt die
Betroffenen nach wie vor allein und ermutigt rassistische und rechte Täter*innen zu weiterer Gewalt.
Mehr als ein halbes Jahr nach der Selbstenttarnung des NSU in Eisenach (Thüringen) sind die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse im Bundestag, Thüringen und Sachsen bei der Aufklärung um die Hintergründe der NSU-Mordserie keinen Schritt weiter gekommen.
Der furchtbare Verdacht der direkten oder indirekten Unterstützung für das NSU-Netzwerk steht mehr denn je im Raum. Ein Geheimdienst, der nichts von der Mordserie des NSU wusste, wird nicht gebraucht; ein Apparat, der sich nicht kontrollieren lässt und mitwissend die Augen vor den rassistischen Taten verschloss, ist gefährlich und gehört abgeschafft.
Die politischen Schlussfolgerungen, die bisher daraus gezogen wurden, führen in die falsche Richtung. Anstatt sich mit den rassistischen Vorurteilen in der Ermittlungslogik, sowie den eklatanten Fehleinschätzungen in Bezug auf die Neonazibewegung in Deutschland auseinanderzusetzen, wird die Sicherheitsarchitektur weiter ausgebaut. Eine grundlegende Diskussion über den Rassismus in der Mitte der Gesellschaft wird konsequent vermieden.
Wir, die Unterzeichner*innen, rufen dazu auf:
die parlamentarischenen Untersuchungen des Neonazi- und Verfassungsschutzskandals aufmerksam zu beobachten. Konsequenzen und Aufklärung setzen zivilgesellschaftliches Interesse und Druck voraus. Wichtig ist aber, diese aufmerksame Beobachtung mit einer kritischen Selbstreflexion antifaschistischer Gruppen, Medien und anderen zu verbinden, den Betroffenen zuzuhören und deren Perspektive ernst zu nehmen.
Wir unterstützen daher:
- das „Bündnis gegen das Schweigen“ beim Aufbau einer unabhängigen Beobachter*innengruppe für die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse.
Und wir fordern:
- die umfassende und schonungslose Aufklärung aller Vorgänge bei den Sicherheits- und Geheimdiensten in Bezug auf das Netzwerk des NSU und seiner Unterstützer*innen.
- personelle und strukturelle Konsequenzen in den Reihen der zuständigen Ermittlungsbehörden und an den politisch verantwortlichen Stellen.
- eine umfassende Entschädigung aller Angehörigen und Hinterbliebenen der NSU-Anschlags und Mordserie durch die Bundesregierung.
- eine ernsthafte Debatte über die Notwendigkeit des Verfassungsschutzes.
- die Anerkennung der Arbeit, sowie die langfristige Finanzierung von Opferberatungsstellen, Mobilen Beratungsteams und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen.
- ein Bleiberecht für alle Opfer rassistischer Gewalt.
- ein Ende der rassistischen und unmenschlichen Abschiebepraxis der Bundesrepublik Deutschland und eine willkommensorientierte Einwanderungspolitik.
- eine Diskussion in Deutschland, die nicht nur den rechten Terror, sondern auch den rassistischen Normalzustand in Medien, Sicherheitsbehörden und der ganzen Gesellschaft thematisiert und anprangert.
01. Mai 2012
Mitarbeitende gesucht!
Liebe Freunde und Freundinnen von Heideruh,
aus dem sonnigen Heideruh – gerade erfüllt von Kinderlachen – kommt ein Hilfeschrei:
Es ist toll, dass Heideruh immer mehr Gäste und Gruppen empfangen kann, aber wir können sie nicht bekochen!
Es fehlen dringend helfende Hände, die unser Küchenteam unterstützen. Marko, Christiane und Birgit können es nicht über Monate allein schaffen.
Wer von Euch möchte mal ein Wochenende, wochenlang oder als EinspringendeR für einen Tag kommen und Gäste beglücken?
Du musst nicht kochen / können.
Wann wäre es am dringendsten nötig?
11. bis 30. Mai (vor allem 12./13.5., 16.-20.5., 27.-30.5.)
1. bis 26. Juni (Vo allem 1.-3.6., 7.-12.6., 18.-25.6.)
16. August bis 22. September durchgehend
Es wäre schön, wenn Du Dich meldest.
16. April 2012
Programm Frühjahr/Sommer 2012
Das Programm für Frühjahr und Sommer 2012 wurde aktualisiert und ergänzt. Alle neuen Infos findet ihr unter Programm oder hier zum herunterladen.
iDas Programm weicht aus verschiedenen Gründen etwas von mit dem Faltblatt verschickten ab. Zur Zeit sind wir – vor allem an den Wochenenden – mit Gästen, vorwiegend politische Gruppen wie DIE LINKE, Cuba Si, DKP-Bildungsgruppen, Stadtteilinitiativen, usw. gut ausgelastet. Über Ostern hatten wir die türkische ArbeiterInnen-Assoziation DIDF mit einem Kinder- und Jugendcamp zu Gast. Da konnten wir nach langer Zeit sogar mal wieder Kindergeburtstag feiern.
Die Auslastung ist gut für Heideruh, aber – und das ist schlecht für Heideruh – wir sind personell unterbesetzt. Deswegen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, das angekündigte Biographieseminar ab dem 20. April und die Krimi-Schreibwerkstatt über Pfingsten ausfallen zu lassen. Beides muss bis zum Herbst warten.
Warten muss auch die Eröffnung des Mumia-Lesejahres. Nachdem eine Helferin über die Jahresendzeit die Bibliothek vorbildlich neu geordnet und aufgeräumt hat, haben wir uns vorgenommen, sie künftig aktiver zu nutzen. Mein persönlicher Wunsch war es, in diese Aktivitäten meinen in den USA inhaftierten Kollegen Mumia Abu-Jamal einzubeziehen. Mumia wurde 1982 wegen des Mordes an dem Polizeibeamten Daniel Faulkner zum Tode verurteilt. In einem Prozess, in dem Akten manipuliert, ZeugInnen bestochen und Beweismaterial vorenthalten wurde, und in dem der Richter sich hervortat, in dem er sagte, er werde helfen, den „Nigger zu grillen“. Beweise gegen Mumia wurden nie erbracht, trotzdem wurde und wird ihm die Wiederaufnahme des Verfahrens verwehrt.
Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war Mumia ein in den USA prominenter afro-amerikanischer Radioreporter, mit mehreren Medienpreisen ausgezeichnet und Präsident der Vereinigung schwarzer Journalisten in Philadelphia. Schwerpunkt seiner journalistischen Tätigkeit war die Berichterstattung über rassistische Übergriffe auf die nicht-weiße Bevölkerung Philadelphias. Er beließ es nicht dabei, die Vorkommnisse zu erwähnen, sondern nannte auch die Verantwortlichen in Justiz und Politik beim Namen, z. B. Fank Rizzo, den ehemaligen Polizeipräsidenten, der zum Zeitpunkt von Mumias Verhaftung mittlerweile Bürgermeister Philadelphias war. Mumia war den Herrschenden in Dorn im Auge, deswegen wollten sie ihn zum Schweigen bringen. Rizzo drohte ihm beispielsweise offen auf einer Pressekonferenz.
Nach dreißig Jahren Todeszelle wurde die Todesstrafe gegen ihn im Dezember vergangenen Jahres endgültig aufgehoben, die lebenslange Haft bleibt indes bestehen. Das Mumia-Lesejahr in Heideruh ist eine von vielen Aktivitäten, um ihn in seinem Kampf für sein Recht und seine Freiheit zu unterstützen.
Heideruh wurde einst von Antifaschistinnen und Antifaschisten gegründet, und uns als historisches Erbe hinterlassen. Antifaschismus heißt damals wie heute Kampf gegen Ausbeutung und Krieg, Unterdrückung und Unrecht. Neben dem aktiven Kampf gegen Faschismus, der heute genauso wichtig ist, wie zu Zeiten der Gründung von Heideruh, möchten wir uns auch aktuellen politischen Erfordernissen stellen. Der Kampf gegen Rassismus gehört unabdingbar dazu. Und Mumia ist unserer Ansicht nach ein wunderbares Beispiel für die Verbindung von historischem und aktuellem antifaschistischen Kampf. In seinen Kolumnen beschäftigt er sich mit Themen, die auch uns bewegen, z. B. Krieg und Frieden. Deswegen wurde und wird er von Heideruh in seinem Kampf für seine Freiheit und gegen die Todesstrafe weltweit unterstützt.
Die Termine für die Veranstaltungen im Rahmen des Mumia-Lesejahres werden beizeiten bekannt gegeben.
Unabhängig vom Programm freuen wir uns über Gäste. Alt und jung, Groß oder Klein, Ihr alle seid jederzeit herzlich willkommen
Herzliche Grüße aus der grünenden Heide
Birgit Gärtner
26. März 2012
Internationales Workcamp
in Kooperation mit dem Auschwitz-Komitee und SCI www.sci-d.de
6. Juli bis 24. Juli 2012
Programm zum herunterladen
Hier kannst du teilnehmen und die Erholungsstätte „Heideruh“ kennen lernen:
Internationales Workcamp in der Erholungsstätte „Heideruh“/Buchholz:
12 Teilnehmende
1946 wurde die Erholungsstätte „Heideruh“ von Antifaschisten und Antifaschistinnen für Kameradinnen und Kameraden, die Opfer des Faschismus waren und für aus den KZs Bergen-Belsen und Neuengamme befreite Kinder aufgebaut. Angehörige, Hinterbliebene und Freunde haben nach den grausamen Jahren der faschistischen Diktatur in unzähligen freiwilligen Stunden Arbeit und materiellen Opfern einen Ort mitten im Wald geschaffen, in dem sie Kraft schöpfen konnten für ihre Arbeit für eine gerechtere Gesellschaft. Bis heute ist Heideruh vor allem ein Ort der Erholung und Begegnung für Antifaschisten und Antifaschistinnen – seit 1989 aus Ost und West. Häufig treffen sich hier Gleichgesinnte aus mehreren Generationen. Aktuell geht es darum, Heideruh für Jüngere attraktiv zu gestalten. Es gilt, sich auf die Zeit vorzubereiten, wenn es keine ZeitzeugInnen des Faschismus mehr gibt.
Die letzten 4 Tage des Workcamps werden gemeinsam mit antifaschistisch engagierten Jugendlichen aus Deutschland verbracht, es gibt diverse Workshopangebote.
Arbeit: Anlegen eines Barfuß-Pfades, Ausbau eines Spielplatzes und eines Jugendzimmers; Dokumentation des Workcamps, Literaturrecherchen, Umfragen, teils gestaltet vom Auschwitz-Komittee
Studienteil: Treffen mit ZeitzeugInnen, Besuch der Gedenkstätte Bergen Belsen und verschiedener Gedenkorte in Hamburg.
Unterkunft: Direkt in Heideruh in Einzel- und Doppelzimmern. Es gibt auch einen Platz zum Zelten.
Bemerkung: Tagsüber werden Warmgetränke und Wasser gestellt. Andere Getränke müssen bezahlt werden.
Qualifikation: Interesse am Thema Antifaschismus, Rücksicht auf ältere Menschen, Lust auf überschaubare Bau- und Denkprojekte
Dieses Workcamp organisiert Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V. zusammen mit dem Service Civil International (SCI). Der SCI ist eine internationale Friedens- und Freiwilligenorganisation, die etwa 1.000 Workcamps in 100 Ländern anbietet. In einem internationalen Workcamp unterstützen Freiwillige aus verschiedenen Ländern gemeinsam ein soziales, kulturelles oder ökologisches Projekt. Workcamps stärken Toleranz und Solidarität und fördern interkulturelles Lernen und den Abbau von Vorurteilen.
Interessierte können sich für das Camp in der Erholungsstätte „Heideruh“ beim (SCI) in Bonn anmelden. Informationen dazu sowie zu den vielen weiteren Programmen weltweit findest du auf der Webseite des SCI unter www.sci-d.de.
26. März 2012
NO NPD
Die Mitgliederversammlung des Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V. vom 17.3.2012 fordert das sofortige Verbot der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) sowie aller weiteren faschistischen Organisationen, die Schließung von Betrieben, in denen Handel mit Naziklamotten, -Devotionalien und - Musikprodukten betrieben wird, und das Verbot von Nazi-Aufmärschen und - Konzerten. Außerdem fordern wir die sofortigen Abschaltung aller V-Leute aus faschistischen Organisationen.
Diese staatlich finanzierten so genannten Vertrauensleute bringen laut dem Berliner Ex-Innensenator Körting sowieso „keinen qualitativen Erkenntnisgewinn“, und in der Vergangenheit verunmöglichte deren offensichtlich unkontrollierbarer Einsatz in den Führungsspitzen der NPD ein Verbot der Nazi-Partei.
Dabei ist uns bewusst, dass ein NPD-Verbot die Verbreitung der faschistischen Ideologie nicht unterbinden, wohl aber stark erschweren könnte. So würde z.B. die Parteienfinanzierung wegfallen, durch die die NPD sich zu einem großen Teil finanziert. Außerdem wäre es verbotenen Organisationen nicht möglich, zu Aufmärschen aufzurufen, Werbematerialien zu erstellen und zu verteilen, „Sozialarbeit“ zu leisten und beispielsweise Kinder- und Nachbarschaftsfeste zu organisieren.
Wir fordern Steuergelder statt in Nazi-Parteien in Bildung und Ausbildung sowie antirassistische Kinder- und Jugendprojekte und den Opferschutz zu investieren.
Heideruh, den 17.3.2012
26. März 2012
Heideruh gesichert
(dieser Artikel wurde für die Mai-Ausgabe der BAF (Bremer Antifaschist) geschrieben und Heideruh freundlicherweise
zur Verfügung gestellt)
Heideruh scheint jetzt in seinem Bestand gesichert. Das wurde auf der Mitgliederversammlung des Trägervereins am 17. März bestätigt.
Die spannende und wechselvolle Geschichte unseres Wohn- und Ferienheims in der Nordheide führte der scheidende Vereinsvorsitzende Richard Pfaff den 30 Anwesenden in seiner Eröffnungsansprache vor Augen. Andenken an alle Opfer des Faschismus, Weitergabe ihres Vermächtnisses an eine jüngere Generation, Völkerverständigung in internationaler Gesinnung sind die wesentlichen Zielsetzungen.
Wie die Ehrung der Verstorbenen und die Struktur der Mitgliedschaft enthüllen, gibt es da Handlungsbedarf, immerhin ist das jüngste Mitglied 16, das älteste 101. Gegründet als Kinderheim, später Erholungsheim war Heideruh stets Rückzugsmöglichkeit für Verfolgte und im Kalten Krieg erneut Verfolgte. In der Umgebung gab es nur verschwommene Vorstellungen von dem, was sich da an Menschen traf. In welcher Form können wir den Nazis heute entgegentreten, ohne Zielpunkt von Überfällen zu werden? Wieweit können wir da Schutz bieten, wenn wir stärker in die Öffentlichkeit treten? Wieweit in die Medien gehen?
Unser Kamerad Helmut Fleischhauer wurde Ehrenvorstandsmitglied. Mit der Verleihung des Hans-Frankenthal-Preises wurde im vergangenen Jahr ein Schritt nach außen getan. Erstmals ist die Stadt Buchholz bereit, das Wirken Heideruhs am Gedenktag für die Opfer des Faschismus 2013 zu würdigen. Mit einer verjüngten Geschäftsführung und Erweiterung der Satzungszwecke gelang es, die Gemeinnützigkeit zu erhalten und die Bilanz in den schwarzen Bereich zu bringen. Manches hat sich dank Bea Trampenau geändert. Erholung steht im Sommer im Vordergrund, Bildungsseminare an den Wochenenden, Zeltlager von Jugendgruppen bringen Umstellung eingefahrener Gewohnheiten.
Erstmals seit 2004 gibt es ein Plus bei den Belegungszahlen. Natürlich hat alles seinen Preis. Um drei Euro steigt der Übernachtungspreis. Es gibt Lücken bei den Freiwilligen, alleine schon altersbedingt. Helfer werden für Bau- und Sanierungsarbeiten gesucht, im Oktober wieder. Und auch sonst für die Sommer-Wochenenden.
Nach einer lebhaften Aussprache wurde Dr. Matthias Werner neuer Vorsitzender, Matthias Peters stellv. Vors., Anja Stoeck Schriftführerin und Sascha Wegener Schatzmeister. Raimund Gaebelein

30. Januar 2012
Eine Meldung der Stadt Buchholz:
"Wir müssen wachsam sein"
Rund 100 Buchholzerinnen und Buchholzer gedachten in derChristuskirche der Opfer des Holocaust
Buchholz (hh). „...und deinen Nächsten“ - unter dieses Motto hatte die Buchholzer Chrsituskirche den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gestellt. Im Mittelpunkt des Abends stand „Buchholz in der Zeit des Nationalsozialismus“. In einer Austellung und mit einer Power-Point-Präsentation wurde - basierend auf dem Buch „Die verschwiegenen 20 Jahre“ die Geschichte der Stadt aus den Jahren 1925 bis 1945 aufgerollt.
„Ich habe bis zur Vorbereitung dieses Gedenktages gar nicht gewusst, dass und welche Rolle Buchholz im Dritten Reich gespielt hat. Wenn man sich damit dann näher beschäftigt, ist es sehr erschreckend, wie nah das alles ist“, sagte Tabea zur Verth, die die Präsentation vorbereitet und präsentiert hat.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Wilfried Geiger. Das Stadtoberhaupt ging in seiner Rede nicht nur auf die jüngste Studie zum Antisemitismus in Deutschland ein, wonach „jeder fünfte Deutsche latent ein Antisemit“ sei, sondern auch auf die Ende vergangenen Jahres aufgedeckte rechtsradikale Mordserie: „Niemand in diesem Land hat mehr als 60 Jahre nach Kriegsende damit gerechnet, dass dieser Schoß noch so fruchtbar ist." Die Gesellschaft habe diese Gefahr unterschätzt. „Dabei leben die Biedermänner und die Brandstifter in unserer Nachbarschaft.“ Nicht nur in Tostedt - auch in Buchholz gebe es braune Kameraden. Die Gesellschaft, die Buchholzerinnen und Buchholzer müssten Gesicht zeigen und Rückgrat haben.
Pastor Siegfried Holtz beschloss den Redenteil des Gedenktages mit einem Zitat aus dem Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“
Der Holocaust-Gedenktag wird seit 16 Jahren begangenen. Jedes Jahr richtet eine andere Institution ihn für die Stadt aus. Im kommenden Jahr wird ihn Professor Dr. Oliver Rump, der die Geschichte des Wohn- und Ferienheim Heideruh in Holm-Seppensen erforscht, mit Unterstützung des Stadtarchivs in der Stadtbücherei ausrichten.
Quelle: http://www.buchholz.de/internet/page.php?site=14&id=903001118&rubrik=3000008
17. Januar 2012
Einladung zur Antifaschistischen Nordkonferenz
25. Februar 2012, 10-18.00 Uhr
Eingeladen haben: Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V. Heideruh e.V. - Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Neofaschismuskommission Küste der VVN-BdA
Einladung
17. Januar 2012
Das Heideruh-Programm für 2012 ist fertig
http://www.heideruh.de/programm.html
14. Dezember 2011
Ausblick auf 2012
Liebe Gäste von Heideruh, liebe Mitarbeitende, liebe Mitglieder,
es kann sein, dass wir in Zukunft auf das Jahr 2011 als Jahr der Wende zurück schauen werden.
Es bewegt sich was: Protestbewegungen jeder couleur in der ganzen Welt entstehen, die „Rettung des Euros“ erfolgt nicht ohne Reibung und Verlust und die bisherige Vertuschung, dass die NPD vom Verfassungsschutz durchdrungen ist (oder andersrum) ziert endlich die Titelseiten der Massenmedien.
Auch in Heideruh ist es aufregend:
2012 wollen wir diesen Prozess fortführen, mit Bewährtem und Neuem. Beiliegend findet Ihr das Programm 2012. Wir hoffen damit Euer Interesse an einem Seminar, einen Gruppenbesuch oder einem Erholungsaufenthalt zu wecken. Vielleicht lernt Ihr beim Kochkurs, beim Biografieseminar eine ganz neue Seite von Heideruh kennen. Urlauben könnt Ihr das ganze Jahr! Erholung wird attraktiver für alle Generationen: Der Barfusspfad und der Generationenspielplatz laden zu neuen Erfahrungen.
Leider steigt mit der Zahl der Gäste und Gruppen nicht die Zahl der Mitarbeitenden. Wir freuen uns über Menschen, die Lust haben mit zu arbeiten und mit zu wirken. Wir wollen versuchen, dass jede und jeder Mitarbeitende „nur“ 6 Stunden pro Tag arbeiten braucht und sich ansonsten auch erholen kann. Küchenfeen, Fahrtüchtige, Gästebetreuende, Bürounterstützung, HandwerkerInnen und GartenfreundInnen aus Nah und Fern – bitte melden!
Wenn Ihr Programme zur Verteilung haben möchtet, wendet Euch bitte an das Büro.
Für kurz Entschlossene: Mit dem besonderen Programm „Winterurlaub – nicht allein“ wollen wir das Jahr 2011 ausklingen lassen. Wir würden uns freuen, viele von Euch hier zu empfangen um euch eine schöne Zeit zu bescheren.
Wir wünschen Euch einen schönen Jahresausklang, liebe Menschen um Euch herum, ein friedliches Jahr 2012 und beste Gesundheit!
Bea Trampenau und das Heideruh-Team
Hier geht es zum Programm 2012
31. Oktober 2011
Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen"
http://www.9ternovember.de/
31. Oktober 2011
Bau- und Putzwochen in Heideruh - Arbeiten im Kollektiv für eine gute Sache
Bist Du spontan? Planst Du eher langfristig?
Hier zwei Angebote für Dich: Vom 6. bis 13 November 2011 und vom 10. bis 16. März 2012 sollen in Heideruh Bau- und Putzwochen für Jung und Alt stattfinden.
So wie jedes Jahr treffen sich emsige Männer und Frauen um gemeinsam zu arbeiten und die Ruhe und Natur, das Miteinander und die Versorgung von Heideruh zu genießen.
Viele der ehemaligen, die jahrelang Heideruh verschönert haben, können oder wollen nicht mehr kommen. So steht die Bau- und Putzwoche in einer Woche auf wackeligen Füßen.
Es sind kleine Reparaturen, grundsätzliche Putzarbeiten und der Bau einer Mauer zu bewältigen. Heideruh wird durch viele kleine Reparaturen, durch Putzgeister, WäscherInnen, Mauer-, Holz-, Elektrik- Arbeitende, Tüftler, Allroundgenies ausgebessert, verschönert und ausgebaut.
Du kannst die ganze Woche oder für wenige Tage oder Tageweise kommen. Deine Auslagen werden für die Woche erstattet. Bitte melde Dich.
Gestartet wird am Sonntag um 19 Uhr mit der Baubesprechung.
11. Oktober 2011
Mitteilung und Einladung
Hans-Frankenthal-Preis – zweite Preisverleihung am 20. Oktober 2011 in Hamburg (Stavenhagenhaus, Frustbergstraße 4, 22453 Hamburg Groß Borstel, 19 Uhr*)
Liebe Freundinnen und Freunde von Heideruh,
Wir dürfen mit großer Freude mitteilen, dass die Stiftung Auschwitz-Komitee das Wohn und Ferienheim Heideruh e.V. mit dem Hans-Frankenthal-Preis - als eine von drei Initiativen - auszeichnen wird, um das von Dr. Oliver Rump betreute Forschungs- und Praxisprojekt Heideruh des Studiengangs Museumskunde an der HTW weiter unterstützen und durchführen zu können (siehe Anlage). Gemäß Satzung wird hiermit Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen honoriert.
Wir freuen uns, dass hierdurch auch die Arbeit der beteiligten Studentinnen der Museumskunde an der HTW vor Ort in Seppensen/ Niedersachsen Anerkennung findet:
Sarah Day, Antonia Gäbler, Robin Hemschrot, Meike Herdes und Nina Zellerhoff.
Stolz sind wir, dass damit Heideruh vor allem für seine Geschichte Anerkennung erfährt. Gerade in dieser Zeit der Weiterorientierung als "Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh" unterstützt die Ausszeichnung Heideruh zukunftsweisend.
Wir möchten euch hiermit herzlich einladen uns zur Verleihung des Hans-Frankenthal Preises am 20. Oktober 2011 um 19h im Stavenhagenhaus (Frustbergstraße 4, 22453 Hamburg Groß Borstel)zu begleiten.
Der Preis geht dieses Jahr zu gleichen Teilen an:
* das Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V., Antifaschistische Erholungs- und
Begegnungsstätte für das Forschungsprojekt Heideruh
* das Institut für Kunst und Forschung, Wolfram P. Kastner, Künstler aus München
* die Gruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) für das Projekt "Alerta-Netzwerk"
Nach der Begrüßung durch den Stiftungssprecher Marius Giese und einer kurzen Lesung aus dem Buch "Verweigerte Rückkehr" von Hans Frankenthal hält Marco Kühnert einen Vortrag über "Das Konzentrationslager Auschwitz III/Monowitz", in dem Hans Frankenthal für die IG Farben Zwangsarbeit leisten mußte. Dann werden die ausgezeichneten Projekte von Mitgliedern des Stiftungsrats vorgestellt und gewürdigt. Musikalische Umrahmung durch das Pianisten-Duo Monika Lengowski und Klemens Katz.
Mehr Informationen über Begründungen der Preisvergabe unter:
http://www.stiftung-auschwitz-komitee.de/der-hans-frankenthal-preis/der-hans-frankenthal-preis
Mit solidarischen Grüßen
Bea Trampenau und das ForscherInnenkollektiv Heideruh
Weitere Beteiligte:
Prof. Dr. phil. Oliver Rump
Museumskunde, Museumsmanagement
Studiengang Museumskunde
Fachbereich 5, Gestaltung
HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Wilhelminenhofstr. 75 A (Gebäude A, Raum 531)
12459 Berlin
Telefon: +49 (0)30 5019-4290
Telefax: +49 (0)30 5019-484290
E-Mail: oliver.rump@htw-berlin.de
Internet: mk.htw-berlin.de
Skype: orump66
Stiftung-Auschwitz-Komitee
Stiftung des Bürgerlichen Rechts
Doormannsweg 22 • App. 53
20259 Hamburg
Telefon +49 (0)40 87 97 64 40
Telefax +49 (0)40 87 97 64 39
kontakt@stiftung-auschwitz-komitee.de
www.stiftung-auschwitz-komitee.de
11. Oktober 2011
Spendenkampagne "Heideruh soll bleiben!"
Unser Botschafter Erwin Schulz ruft zu unserer Spendenkampagne „Heideruh soll bleiben!“ auf.
Die Belegungszahlen nehmen langsam und stetig zu, neue Gäste und Gruppen werden Heideruh 2012 besuchen. Wenn wir diesen Winter finanziell gut überstehen, wird Heideruh auf längere Zeit bestehen bleiben.
Wir freuen uns über große und kleine Spenden, die Heideruh über den Winter retten und damit die Zukunft sichern
Die Spendenkampagne startete am 1. September und hat zum Ziel bis Ende des Jahres 15.000 € einzubringen. Bis zum heutigen Tage wurden 3.420 € gespendet! Wir sind begeistert über die Spendenbereitschaft.
Wir danken allen, die sich für Heideruh einsetzen und Heideruh unterstützen: Mit Ideen, Spenden, Werbemaßnahmen, Buchungen, Spendenaktionen und Mitarbeit.
Alle, die diese Spendenkampagne bekannter machen wollen, können diesen Text weiterleiten oder die Spendenpostkarten in Heideruh anfordern. --> Kontakt

