Erinnerungen an die Opfer des Nazi-Regimes erhalten!
Wir sind entsetzt: In Heidenau sollen Stolpersteine und damit das Erinnern an die Opfer des Nazi-Regimes aus dem Straßenbild verschwinden. Der Antrag wurde gemeinsam von CDU und AfD eingebracht, und eine große Mehrheit im Stadtrat hat zugestimmt. Die Brandmauer fällt ausgerechnet dann, wenn es darum geht, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazis zu entsorgen.
Die Namen von Menschen, die hier gelebt haben und von den Nazis ermordet wurden, sollen nicht mehr dort stehen, wo sie zuhause waren. Wir sind einfach fassungslos und werden nicht tatenlos zusehen!Der Beschluss ist nicht nur politisch ein Skandal, sondern offensichtlich auch rechtswidrig: Das Gesetz verlangt bei der Sondernutzung von öffentlichem Straßenland eine Einzelfallprüfung. Ein pauschales Verbot ist unzulässig!

Wir fordern: Der Entschluss, Stolpersteine aus dem Stadtbild in Heidenau zu tilgen, muss SOFORT rückgängig gemacht werden!
Der geplante „Gedenkort“ auf dem Friedhof? Er würde Erinnerung räumlich auslagern und aus dem Alltag verbannen.
Dass dort auch an Flucht und Vertreibung oder an Repressalien in der DDR erinnert werden soll, ist ahistorisch und relativiert den NS-Terror. Stolpersteine dagegen halten die Erinnerung lebendig, mitten in der Stadt und getragen von bürgerschaftlichem Engagement.Deshalb fordern wir die demokratischen Fraktionen im Stadtrat auf, die Kommunalaufsicht anzurufen und diesen Fehler zu korrigieren. Je mehr Menschen unterschreiben, desto schwerer lässt sich der Protest ignorieren.
Unterzeichne jetzt die Petition und leite sie an alle weiter, die Erinnerung nicht entsorgen lassen wollen!
Bild/Grafik: VVN






